Um viertel vor eins setzt sich unser Bike in Bewegung. Wir brausen bis nach Kai Bae und stellen dort das Fahrzeug ab. Schmetterling fragt einen Songthaew-Driver nach dem Preis zum Klong Kloi Beach im Süden der Insel. Er nennt eine akzeptable Summe. Wir willigen ein, steigen auf sein Gefährt und fahren los. Da wir die halbe Strecke schon mit unserem Moped zurückgelegt haben, sparen wir mehrere hundert Baht. Von White Sand Beach aus wäre es deutlich teurer geworden.
Unser Kutscher parkt sein Fahrzeug in der Nähe des Strandes. Er will auf uns warten. Wir steigen ab und schlendern hinüber zum Klong Kloi Beach. Am Strand angekommen, setzen wir uns an eine urige Bar und hängen ab.
Wir waren hier auch schon bei unserem letzten Aufenthalt auf Koh Chang. Mir gefällt die Gegend, für mich ist es der beste Strand der Insel. Schöne Landschaft, wenig Touristen und ein gemütliches Lokal. Was will man mehr?
Gegenüber ist der Fischerort Bang Bao zu sehen mit seinem Leuchtturm am Ende des langen Piers. Ein echtes Wahrzeichen der Insel. Von dort starten die Schnorchel- und Tauchtouren zu den umliegenden Inseln.
Emmas Freundin ist sauer. Stinksauer! Auf seinem Weg, uns einen neuen Satz Leos zu besorgen, hat er sich ihrer Meinung nach zu intensiv mit einer der Bedienungen beschäftigt.
Ich kann sie verstehen, schließlich kenne ich den Schlingel schon sehr lange. Andererseits ist er nun mal ein hübscher Junge, und die Mädels fliegen auf ihn. Das sollte sie doch wissen! Wenn sie eifersüchtig ist, nur weil Emma ein paar weitere Freundinnen hat, dann wird sie mit ihm sicher nicht glücklich werden. Mädels gehören immerhin, neben Leos, zu seiner Kernkompetenz!
Nach knapp 2 1/2 Stunden sind wir wieder auf dem Rückweg.
In Kai Bae angekommen, machen wir mit dem Fahrer für morgen eine weitere Tour aus. Sein Preis ist einfach unschlagbar. Morgen werden wir mit ihm die Ostseite der Insel erkunden.
Wir schwingen uns auf unser Bike und starten den Rückweg. Von vor etwa zweieinhalb Jahren kennen wir einen Vape-Shop in der Nähe. Wir steuern ihn an. Leider hat er sein lukratives Geschäft aufgegeben, es war auch nicht anders zu erwarten. Schmetterling fragt herum. Man nennt ihr eine neue Einkaufsmöglichkeit. Wir fahren hin, es ist ein recht großer Gemischtwarenladen. Die Dame an der Kasse weist uns den Weg nach hinten, durch eine Tür in einen Nebenraum. Rechts an der Seite steht dann eine große Vitrine voller Köstlichkeiten. Vapes in allen Größen und Geschmacksrichtung. Ich entscheide mich für eines der Geräte und bezahle an der Kasse. Das ist mal eine neue Erfahrung im Land des Lächelns: Hier kann man neben Haushaltswaren, Elektroartikeln, Lebensmitteln und Getränken auch Dampfgeräte in den Einkaufskorb legen.
Zurück in White Sand Beach, schlägt mein Mädel spontan noch einen Abstecher zu einem Viewingpoint vor. Wir machen uns auf den kurzen Weg, er liegt fast gegenüber unserer Unterkunft. Oben angekommen, gönnen wir uns alle Smoothies und genießen die Aussicht. Bedauerlicherweise ist sie nicht der absolute Hit, es ist einfach nicht hoch genug.
Wir schlendern zu unserer Unterkunft und nehmen dort unser Dinner zu uns. Anschließend verabschiede ich mich von meiner Reisegruppe. Ich laufe zu einem ATM. Leider geht es mir mit ihm genauso wie mit denen in Da Nang: Meine Kreditkarte wird nicht akzeptiert. Auch ein weiterer Versuch an einem anderen Geldautomaten ist nicht von Erfolg gekrönt. Jetzt könnte es bitter werden. Ich habe nicht damit gerechnet, dass eine Kreditkarte komplett gesperrt wird, nur weil man irgendwo mal dreimal die falsche Pin eingegeben hat.
Enttäuscht stoße ich wieder zu meinen Leuten. Wir verbringen den Abend im Outdoor-Restaurant des Banpu und lauschen den Wellen.
Irgendwann gehen wir in unser Zimmer. Dort nehme ich online eine Zahlung für eine Zimmerbuchung in Bangkok mit meiner Reserve-Kreditkarte vor. Sie funktioniert immerhin. Allerdings ist sie nicht sonderlich voll. Keine Ahnung, wie lange sie mich über Wasser halten kann. Noch habe ich Bargeld. Aber wie lange wird es reichen?
- Fortsetzung folgt -