Jetzt hat Wikileaks eine extraseite für Thailand rausgegeben mit einer Anleitung zur Umgehung der Sperrung.
Ich kam auf diese Seite über diese
Samstag, 21. August 2010
Zugriff auf Wikileaks in Thailand wurde gesperrt
Internet & WebdiensteDie amtierende thailändische Regierung hat sich dazu entschlossen, den Zugriff auf die bekannte Whistleblowing-Webseite Wikileaks zu blockieren. Zu diesem Schritt fühlte man sich aus Sicherheitsgründen veranlasst.
Diese Zensurmaßnahme hat ein Regierungsbeamter mit der Begründung verteidigt, dass die Regierung in Notfällen die Berechtigung dazu hätte, bestimmte Angebote im Internet zu blockieren. Ursprünglich sei der Auftrag zu dieser Blockade von der Regierungsabteilung gekommen, der die Beobachtung von politischen Unruhen unterliegt.
Grundsätzlich ist in diesem Zusammenhang von einer vorübergehenden Sperre die Rede. Doch damit geben sich die Betreiber von Wikileaks nicht zufrieden und haben bereits auf diese Ereignisse reagiert.
Diesbezüglich wurde eine eigene ThaiLeaks-Website eingerichtet, auf der sich alle relevanten Links zum Thema Thailand einfinden. Interessierten Besuchern wird auf diese Weise die Möglichkeit gegeben, verschiedene Beiträge direkt herunterladen zu können.
An dieser Stelle findet sich überdies eine Anleitung wieder, in der näher erklärt wird, wie sich die Sperre umgehen lässt. Die genauen Gründe für diese Sperrung sind den eigenen Angaben der Wikileaks-Betreiber zufolge nicht lückenlos klar.
Ich hole diesen Thread mal wieder hoch. Brauche ich keinen neuen aufzumachen.
So langsam erregt lese Majeste im Internet auch im Ausland interesse.
27.09.2010 16:50 Thailändische Webmasterin erneut wegen "Majestätsbeleidigung" verhaftet
Die thailändische Polizei hat erneut die Verantwortliche der oppositionellen Website "Pratchatai" (Thailändische Menschen) festgenommen. Chiranuch Premchaiporn werden Majestätsbeleidigung und Verstöße gegen das Gesetz über Computerkriminalität vorgeworfen. Dessen Artikel 14 und 15 sehen Strafen für Betreiber von Websites vor, wenn dort Beiträge erscheinen, die gegen Gesetze verstoßen. Majestätsbeleidigung ist in Thailand ein Straftatbestand, der mit bis zu 15 Jahren Haft geahndet wird.
Im September 2007 war ein Thailänder im Kino während der vor dem Film abgespielten Königs-Hymne nicht aufgestanden, wie es allgemein üblich ist. Kommentare auf der Pratchatai-Site hatten ihn unterstützt, und diese Äußerungen macht die Polizei Chiranuch nun zum Vorwurf. Inzwischen ist sie gegen eine Kaution von knapp 5000 Euro vorerst auf freien Fuß gesetzt worden. Reporter ohne Grenzen und Amnesty International haben die Festnahme verurteilt.
Chiranuch war bereits im März dieses Jahres verhaftet und gegen eine Kaution von über 7000 Euro wieder freigelassen worden. Auch damals warfen ihr die Behörden vor, monarchiekritische Kommentare nicht schnell genug gelöscht zu haben. (ck)
Proteste gegen Festnahme von Webmasterin
Menschen - und Bürgerrechtsgruppen haben gegen die Festnahme einer Webmasterin protestiert.
Chiranuch Premchaiporn, die die Nachrichten-Website Prachatai betreut, wurde auf dem Flughafen von Bangkok festgenommen, als sie von einer Konferenz zur Meinungsfreiheit im Internet aus Ungarn zurückkehrte.
Ihr werden Beleidigung der Monarchie und Verstoß gegen das Gesetz gegen Computerverbrechen vorgeworfen. Sie wurde auf Kaution freigelassen.
Chiranuch war schon im vergangenen Jahr wegen ähnlicher Vorwürfe festgenommen worden. Sie bezogen sich auf Kommentare von Lesern auf der von ihr betreuten Website. Der Vorwurf lautet, sie habe Kommentare auf der Webseite, die strafrechtlich zu würdigen sind, nicht schnell genug gelöscht.
Zu einem Prozeß ist es bisher nicht gekommen, ihr drohen aber bis zu 50 Jahre Haft.
Die Organisation Reporter ohne Grenzen forderte die Rücknahme der Vorwürfe gegen Chiranuch. Das Gesetz werde ausgenutzt, um Kritiker der Regierung zum Schweigen zu bringen, erklärte die Organisation.
Die Website Prachatai sei eine verläßliche Quelle für Nachrichten und Information über das, was in Thailand vorgehe. Auch das in New York ansässige Komitee zum Schutz von Journalisten und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderten ihre bedingungslose Freilassung. APA, Der Standard
hippo hat geschrieben: .... nicht schnell genug gelöscht.
Diesem Vorwurf kann man ganz schnell entgehen.
Am besten aeussert man sich ueberhaupt nicht zu politischen Themen in Thailand bzw. bietet keine Plattform.
Meinungsfreiheit muss - so wurde mir besonders in den deutschsprachigen Thaiforen immer wieder eingehaemmert - irgendwo auch seine Grenzen haben.
Thailand kann also auch hier lernen und tut es offensichtlich auch.
Information is not knowledge. Knowledge is not wisdom. Wisdom is not truth. Truth is not beauty. Beauty is not love. Love is not music. Music is the best.
strike hat geschrieben:Meinungsfreiheit muss - so wurde mir besonders in den deutschsprachigen Thaiforen immer wieder eingehaemmert - irgendwo auch seine Grenzen haben.
Und bei welchen Themen sollte deiner Meinung nach die Meinungsfreiheit eingegrenzt werden?
- Terroraktionen und -anschläge der Rot- und Gelbhemden?
- Ist Monarchie nach dem Ableben des Königs noch zeitgemäss?
- Korruption - ein Ausweg aus der Wirtschaftskrise?
- Ist Prostitution in Thailand ein Auslaufmodell?
- Thaidiscos - letzte Vergnügungsstätte ausländischer Mitlifer?
- Sind Couch-potatoes visaberechtigt?
- etc.
Hoffentlich fallen die Fragen nicht in die Regensburgertabelle, damit eine Diskussion nicht schon im Vorfeld ausgeschlossen wird.
Zuletzt geändert von Exote am 29.09.2010 13:10, insgesamt 1-mal geändert.
hippo hat geschrieben: .... nicht schnell genug gelöscht.
Diesem Vorwurf kann man ganz schnell entgehen.
Am besten aeussert man sich ueberhaupt nicht zu politischen Themen in Thailand bzw. bietet keine Plattform.
Meinungsfreiheit muss - so wurde mir besonders in den deutschsprachigen Thaiforen immer wieder eingehaemmert - irgendwo auch seine Grenzen haben.
Thailand kann also auch hier lernen und tut es offensichtlich auch.
Es läuft eigentlich auf das alte Dilemma hinaus: Was in TH zu wenig ist, das ist in DACH zuviel.
Exote hat geschrieben: ... Hoffentlich fallen die Fragen nicht in die Regensburgertabelle, damit eine Diskussion nicht schon im Vorfeld ausgeschlossen wird.
Mit Augsburger Tabelle haette ich was anfangen koennen und Deine Bedenken sofort geteilt.
Bei Regensburger Tabelle muss ich vermuten.
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hippo hat geschrieben:Aus aktuellem Anlass das mal wieder aktualisieren
Thailand sperrt Wikileaks
Nach einem Bericht der Tageszeitung Bangkok Post hat die thailändische Regierung den Zugang zu Wikileaks gesperrt
...auf das Wesentliche gekuerzt..
hast DU das mal SELBST gechecked?
Kannst du nicht? Weil du nicht in Thailand bist, ich aber, kein Thema, proxy, etc. wer will kommt an Alles ran...... weiterhin ist eben auch wikileaks nicht unabdingbar das Non-plus-ultra aller "Wahrheiten"....